Geliebte Des Schattens: Roman (Dark Hunter-Serie, Band 7)

Geliebte Des Schattens: Roman (Dark Hunter-Serie, Band 7)

Autor : Sherrilyn Kenyon
Geschlecht : Bücher, Literatur & Fiktion, Gegenwartsliteratur,
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Dateigröße : 24.62 MB
Format : PDF, ePub

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Geliebte Des Schattens: Roman (Dark Hunter-Serie, Band 7)

Über den Autor und weitere Mitwirkende Die promovierte Historikerin Sherrilyn Kenyon schreibt seit ihrem zehnten Lebensjahr und ist mittlerweile eine der erfolgreichsten Autorinnen weltweit. Unter ihrem Pseudonym Kinley MacGregor veröffentlichte sie höchst erfolgreich Highland-Sagas. Doch vor allem mit ihren Dark-Hunter-Romanen begeistert sie ihre Leser und erobert seit Jahren regelmäßig Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste. Gemeinsam mit ihrem Mann und drei Söhnen lebt Sherrilyn Kenyon in Tennessee. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. �Alles Gute zum Geburtstag, Agrippina«, sagte Valerius und legte die rote Rose zu Füßen der Marmorstatue nieder, die einen Ehrenplatz in seinem Haus innehatte. Doch dieser Platz war nichts im Vergleich zu dem Platz, den sie zu Lebzeiten in seinem Herzen besessen hatte und der ihr bis heute noch gehörte - nach mehr als zweitausend Jahren. Er schloss die Augen und spürte, wie der Schmerz über ihren Verlust erneut in ihm aufbrandete. Tiefe Schuldgefühle zermürbten ihn, weil ihre schluchzenden Hilferufe das Letzte gewesen waren, was an seine sterblichen Ohren gedrungen war. Beklommen streckte er die Rechte aus und berührte ihre marmorne Hand. Der Stein fühlte sich hart unter seinen Fingern an. Kalt. Unnachgiebig. Eigenschaften, die Agrippina niemals besessen hatte. In einem Leben, das allein von brutalen Förmlichkeiten und eiserner Härte bestimmt wurde, war sie seine einzige Zufluchtsstätte, sein Hafen gewesen. Er liebte sie bis zum heutigen Tage für die stille Freundlichkeit, mit der sie ihm begegnet war. Er umschloss ihre zarten Finger mit beiden Händen und schmiegte die Wange in ihre kalte Handfläche. Hätte er einen Wunsch frei, würde er sich noch einmal an den genauen Klang ihrer Stimme erinnern wollen. Noch ein einziges Mal die Wärme ihrer Finger auf seinen Lippen spüren. Doch die Zeit hatte ihm alles genommen, bis auf den entsetzlichen Kampf um ihr Leben, dem er sie ausgesetzt hatte. Mit Freuden würde er tausend Tode sterben, könnte er ihr dadurch den Schmerz dieser einen Nacht ersparen. Leider ließ sich die Zeit nicht zurückdrehen. Niemand konnte das Schicksal zwingen, ihrer beider Handeln ungeschehen zu machen und ihr das Glück zu schenken, das sie verdient hätte. Es gab nichts, was die schmerzende Leere in seinem Innern füllen könnte, die Agrippinas Tod hinterlassen hatte. Mit zusammengebissenen Zähnen löste er sich von ihr und bemerkte, dass das ewige Licht neben ihr zu flackern begonnen hatte. »Keine Sorge«, sagte er zu ihrem Abbild. »Ich werde dich nicht im Dunkeln allein lassen. Versprochen.« Es war ein Versprechen, das er ihr bereits zu Lebzeiten immer wieder gemacht hatte, und selbst im Tode hielt er es noch. Er hatte es niemals gebrochen. Seit über zweitausend Jahren sorgte er dafür, dass das Licht nicht erlosch, sogar wenn er selbst gezwungen war, in der Dunkelheit zu leben, die sie stets so geängstigt hatte. Valerius durchquerte das Sonnenzimmer und trat zu der langen Anrichte im römischen Stil, in der er das Öl für das ewige Licht aufbewahrte. Er trug die Flasche zur Statue und trat auf das steinerne Podest, um den letzten Rest in die Lampe zu gießen. Sein Kopf befand sich auf derselben Höhe wie ihr Gesicht. Der Bildhauer, den er vor Jahrhunderten beauftragt hatte, war seinen Anweisungen gefolgt und hatte jede zarte Linie, jedes Grübchen ihrer wunderschönen Züge wahrheitsgetreu geformt. Doch allein Valerius erinnerte sich an ihr honigblondes Haar, an das lebhafte Grün ihrer Augen. Agrippina war eine Frau von makelloser Schönheit gewesen. Seufzend berührte Valerius ein letztes Mal ihre Wange, ehe er vom Sockel trat. Es war sinnlos, der Vergangenheit nachzuhängen. Was geschehen war, war geschehen. Mittlerweile hatte er sich dem Schutz der Unschuldigen verschrieben. Er hatte sich geschworen, über die Menschlichkeit zu wachen und zu gewährleisten, dass kein anderer den Verlust eines so wertvollen Lichtes seiner Seele hinnehmen musste wie Valerius. Nachdem er sicher war, dass die Flamme bis zum nächsten Abend brennen würde, verneigte sich Valerius respektvoll vor der Statue. »Amo«, sagte er zu ihr - das lateinische Wort für »Ich liebe dich«. Er wünschte bei allen Göttern, die ihm heilig waren, er hätte den Mut aufgebracht, ihr dieses Wort zu sagen, als sie noch am Leben gewesen war.»Es kümmert mich einen feuchten Dreck, ob sie mich für den Rest meines Lebens in die tiefste, stinkendste Grube werfen. Ich gehöre hierher, und keiner wird mich zwingen, von hier zu verschwinden. Keiner!« Tabitha Devereaux holte tief Luft und verkniff sich jede Erwiderung, während sie die Hand nach dem Schloss der Handschellen ausstreckte, mit denen sich ihre Schwester Selena an den schmiedeeisernen Zaun gekettet hatte, der den Jackson Square umgab. Selena hatte den Schlüssel in ihrem BH versteckt, und Tabitha verspürte keinerlei Lust, dorthin auf Entdeckungsreise zu gehen. Selbst in New Orleans würden sie für das, was sie hier veranstalteten, unter Garantie verhaftet werden. Es war ein früher Abend Mitte Oktober, und zum Glück herrschte nicht allzu viel Betrieb auf den Straßen, doch die wenigen Passanten, die vorbeigingen, starrten sie ausnahmslos an. Nicht, dass Tabitha sich daran gestört hätte. Sie war gewöhnt, dass die Leute sie anstarrten und merkwürdig fanden, ja, sogar regelrecht verrückt. Sie war sogar stolz darauf. Auf beides. Ebenso wie auf ihre Fähigkeit, in Krisenzeiten jederzeit für ihre Freunde und Familie da zu sein. Und in diesem Augenblick befand sich ihre große Schwester in einem emotionalen Ausnahmezustand, wie sie ihn erst einmal erlebt hatte, als Selenas Ehemann Bill um ein Haar bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Tabitha fummelte an dem Schloss herum. Das Letzte, was sie gebrauchen konnte, war, dass ihre Schwester festgenommen wurde. Wieder einmal. Selena versuchte, sie wegzuschieben, aber Tabitha blieb eisern, worauf Selena sie in die Hand biss. Mit einem Aufschrei machte Tabitha einen Satz rückwärts und schüttelte ihre Finger. Völlig unbeeindruckt streckte Selena sich in ihren zerschlissenen Jeans und einem weiten dunkelblauen Pulli, der offenbar Bill gehörte, auf den Steinstufen aus. Ihre langen braunen Locken waren zu einem ungewohnt braven Zopf geflochten. Niemand hätte sie unter ihrem bei den Touristen bekannten Namen »Madame Selene« wiedererkannt, wäre da nicht das große Schild in ihrer Hand gewesen. »Auch Hellseher haben Rechte«, stand darauf. Seit der Verabschiedung dieses völlig unsinnigen Gesetzes, das es Hellsehern verbot, auf dem Square den Touristen die Karten zu legen, kämpfte Selena erbittert dagegen an. Die Polizei hatte sie soeben gewaltsam aus dem Rathaus entfernt, worauf Selena geradewegs hergekommen war, um sich an jenes Tor zu ketten, vor dem sie bis vor Kurzem ihren Kartentisch aufgestellt hatte, an dem sie den Leuten die Zukunft weissagte. Zu schade, dass sie ihr eigenes Schicksal nicht mit derselben Klarheit erkannte wie Tabitha. Wenn Selena nicht bald die Handschellen von diesem verdammten Zaun löste, würde sie die Nacht hinter Gittern verbringen. Wutschnaubend schwenkte Selena weiter ihr Schild. Tabitha ahnte, dass sie ihre Schwester nicht zur Vernunft bringen konnte. Andererseits war sie daran gewöhnt. Eigensinn, Fanatismus und ein überschäumendes Temperament waren in ihrer Familie mit den Cajun- und den rumänischen Wurzeln durchaus verbreitet. »Los, mach schon, Selena«, sagte sie, drängend und beschwichtigend zugleich, »es ist schon dunkel. Du willst doch hier draußen nicht zum Köder für die Daimons werden, oder?« »Das ist mir egal!«, stieß Selena schmollend hervor. »Die Daimons werden meine Seele sowieso nicht fressen wollen, weil ich verdammt noch mal keinen Lebenswillen habe. Ich will nur mein Plätzchen wiederhaben. Dieser Fleck hier gehört mir, ich werde nicht von hier weggehen.« Um ihren Worten noch mehr Gewicht zu verleihen, ließ sie mit jeder Silbe ihr Schild auf die Steinstufen herabsausen. »Prima.« Mit einem genervten Seufzer setzte Tabitha sich neben sie, wenn auch außerhalb der Reichweite ihres Gebisses. Sie würde ihre ältere Schwester auf keinen Fall allein hier draußen lassen, schon gar nicht, wenn sie so außer sich war. Wenn die Daimons sie nicht erwischten, würde sie garantiert Opfer eines Straßenräubers werden. Wortlos saßen die beiden...

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